Die HVB Stiftung Geldscheinsammlung ist seit 2017 in bavarikon vertreten, einem Portal zu Kunst, Kultur und Landeskunde des Freistaats Bayern. An dem Portal sind über 50 bayerische Kultur- und Wissenschaftseinrichtungen beteiligt, die ihre Kunst- und Kulturschätze digital präsentieren: Das Spektrum reicht von Handschriften, Urkunden, Archivalien und archäologischen Funden über Münzen, Gemälde und Fotografien bis zur bildenden Kunst und Volkskultur. Ausgewählte Exponate werden dabei als 3D-Modelle angeboten. bavarikon ist eine Initiative des Bayerischen Staatsministeriums für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst gemeinsam mit dem Bayerischen Staatsministerium der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat. Die Bayerische Staatsbibliothek ist mit der technischen Umsetzung und der Projektleitung betraut.

In bavarikon werden ausgewählte Bestände (2.000 Geldscheine) der HVB Stiftung Geldscheinsammlung präsentiert. Im Fokus steht das Papiergeld Bayerns. Es beginnt mit den Ausgaben der Bayerischen Hypotheken- und Wechsel-Bank, die von 1835 bis 1875 das Notenbankprivileg inne hatte. Zudem wird das bayerische Staatspapiergeld von 1866 gezeigt, das auf dem Hintergrund der Kriegsfinanzierung ausgegeben wurde. Das Papiergeld Bayerns beinhaltet weiterhin die Banknoten der 1875 gegründeten Bayerischen Notenbank. Sie emittierte bis 1935 Banknoten, die gleichberechtigt mit den Reichsbanknoten umliefen. Den umfangreichsten Bestand bildet das bayerische Notgeld mit seiner heimatgeschichtlichen und kulturell wichtigen Bedeutung. Neben den überregionalen Ausgaben werden in bavarikon für alle vorhandenen Orte repräsentative Ausgaben bereitgestellt.

Zusätzlich zum Papiergeld Bayerns werden in einem zweiten Thema historisch bedeutsame Geldscheine aus aller Welt präsentiert. Sie dokumentieren die Anfänge und die Weiterentwicklung des Papiergeldes. Dabei handelt es sich zum Teil um sehr seltene Stücke, die nur noch in wenigen Exemplaren vorhanden sind.

Kenom

Für die Durchführung dieses Projekts nutzt die HVB Stiftung Geldscheinsammlung die numismatische Datenbank Kenom. Unterstützt von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) wurde seit November 2012 eine Datenbank zur Sammlung und Erschließung von Münzen, Medaillen, Banknoten und Notgeld entwickelt und aufgebaut. Kenom bietet numismatischen Sammlungen und Museen ein Online-System zur Erschließung, Erfassung und Digitalisierung ihrer Bestände. Für alle Interessierte werden diese Daten in einem virtuellen Münzkabinett zugänglich gemacht.